Kontakt mit der Presse

Kontakt Pressesprecher: Tim Haller

              timhaller@remsmurrnazifrei.de

              presse@remsmurrnazifrei.de

 

Rassismus & Faschismus in Fellbach? Läuft nicht!

 

Ja es geht noch brauner! Nach drei erfolglosen rassistischen Aufmärschen in Fellbach erwartet uns für den 22. Oktober die Veranstaltung einer extrem rechten Aktivistin, welche schon mehrfach dutzende Nazis auf die Straße gebracht hat.

 

Verantwortlich für diese Radikalisierung zeigt sich mit Ester Seitz eine Aktivistin, welche unter anderem Karlsruhe mit ihren regelmäßigen Aufmärschen aus Rassisten und Nazis terrorisiert.

Dass diese Verbindung gewollt ist, zeigt sich unter anderem an der Teilnahme Ester Seitzs am Bundesparteitag der faschistischen Kleinstpartei „Die Rechte“, sowie der Unterstützung der Aufmärsche in Karlsruhe durch den bisherigen Initiator.

Auch die letzte „Fellbach wehrt sich“-Kundgebung zeigte, was diese angeblich „besorgten Bürger“ in Wirklichkeit sind. Neben der üblichen, rassistischen Hetze wurden dort auch erstmals offen antisemitische und neonazistische Reden gehalten. So wurde im reinsten Nazijargon das Bild einer jüdischen Weltverschwörung gemalt und von „Blutdeutschen“ gesprochen.

 

Dieser hetzerische Angriff auf einen Großteil unserer NachbarInnen, FreundInnen und KollegInnen ist für uns nicht hinnehmbar! Dementsprechend wollen wir uns dem rechten Aufmarsch am 22. Oktober gemeinsam und solidarisch entgegen stellen.

 

Ob in der BRD oder der restlichen Welt profitieren stets einige wenige von Krieg, Krise & Umweltzerstörungen, während die breite Masse den Preis dafür bezahlt.

RassistInnen verschleiern diesen Umstand und spielen die Menschen gegeneinander aus.

Dabei liegt die Perspektive dieser Welt nicht in einer Rückkehr zum Nationalismus, sondern der Verbindung der weltweiten Kämpfe für ein würdiges Leben. Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen! Gemeinsam Fluchtursachen und nicht Flüchtlinge bekämpfen!

 

Am 22. Oktober zur Lutherkirche in Fellbach!

Gemeinsam, solidarisch, entschlossen und laut!

Rechte Hetzer stoppen!

 

 

Achtet auf weitere Ankündigungen:

 

fb.com/RMKgegenRechts

 

Das Antifaschistische Bündnis Kreis Esslingen (ABKE) erklärt in seiner

 

Pressemittleilung vom 20. Juni 2016:

Am Sonntag, den 19.06.2016 hat das Antifaschistische Bündnis Kreis Esslingen (ABKE) in Wolfschlugen bei Nürtingen antirassistische Flyer verteilt.

Anlass für die Flyeraktion war ein rassistisch motivierter Anschlag auf eine Geflüchtetenunterkunft. In der Nacht vom Mittwoch, den 08.06. auf Donnerstag, den 09.06. wurde der abgetrennte Kopf eines Wildschweins an der Zeltstadt in Wolfschlugen angebracht, in die ca. 100 Geflüchtete Ende Juni einziehen werden.

Bereits im Februar diesen Jahres fand ein ähnlicher Anschlag auf eine Zeltunterkunft für Geflüchtete in Ebersbach bei Göppingen statt, bei dem Schlachtabfälle auf ein Zelt gekippt wurden.

Mareike Schmidt, Sprecherin des Bündnisses, sagte zu der Verteilaktion: „Es ist enorm wichtig, dass solche rassistischen Übergriffe nicht unbeantwortet bleiben. 2015 hat sich die Zahl der Angriffe auf Geflüchtetenunterkünfte vervierfacht. Umso wichtiger ist es, sich den Rechten dort, wo sie auftreten und agieren, entschlossen in den Weg zu stellen!“

 

 

 

 

 

Offener Brief an den Backnanger Oberbürgermeister

 

 

Sehr geehrter Oberbürgermeister Dr. Nopper,

Sehr geehrte Statdräte und Stadträtinnen,

 

wie wir erfahren haben will die „Alternative für Deutschland“ (AfD) am 25.Februar eine Veranstaltung im Backnanger Bürgerhaus durchführen. Angesichts der aktuellen Entwicklungen in der BRD und dem verbal immer aggressiver werdendem Verhalten der AfD und u.a. auch der auftretenden Personen bedauern wir die Entscheidung der AfD diese Räumlichkeiten zu Verfügung zu stellen. Allein der Versuch es zu verbieten wäre ein deutliches Zeichen gegen die rückschrittlichen und gefährlichen Positionen der Partei gewesen.

 

Wie weit diese in der AfD mittlerweile gediehen sind zeigte zuletzt die Aussage von Frauke Petry, welche forderte an der Grenze die Schusswaffe einzusetzen. Das spätere „Zurückrudern“ wurde durch die anfängliche Unterstützung und Verschärfung der Aussage durch Beatrix von Storch nur noch unglaubwürdiger. Der angesichts seiner brandstiftenden Kolleginnen gemäßigter auftretende Jörg Meuthen unterstütze zwar deren Erklärungsversuche, entmenschlichte Flüchtlinge jedoch auch, als er forderte Flüchtlingsboote an den Küsten lediglich abzudrängen. Die tödlichen Konsequenzen einer solchen Forderung sind hierbei geradezu offensichtlich.

 

Scheinbar bewusst übertritt die AfD immer wieder Grenzen und gibt sich offen rassistisch und nationalistisch. Ein trauriges Beispiel für die Meinungen, welche in der Partei brodeln zeigte jüngst ein Interview von Extra3 mit dem Landtagskandidaten und Landesvorsitzenden der Jungen Alternative Markus Frohmaier. In diesem verneint er indirekt die Oder-Neiße-Grenze und verteidigt einen Facebookpost von ihm über Claudia Roth, welcher mit „Ach wäre ich an Neujahr nur nach Köln gefahren!“ hinterlegt wurde.

 

Offensichtlich wird bei dieser Aussage, dass die AfD keineswegs für einen Schutz von Frauen oder für Frauenrechte eintritt. Stattdessen vertreten sie ein antiquiertes Frauenbild (z.B. forderte Petry drei Kinder von jeder Frau) und nutzen sexuelle Übergriffe von Flüchtlingen zur Stärkung rassistischer Vorbehalte.

Dass diese in der AfD sogar teilweise offen biologisch formuliert werden zeigte sich, als der thüringische Landesvorsitzende Björn Höcke über die „Reproduktionsstrategie“ von Afrikanern referierte. Ebenfalls findet man in diesen (ostdeutschen) Parteikreisen keine Verwendung für den Begriff des „christlich-jüdischen Abendlandes“. Weshalb ehemalige Weggefährten Höckes laut der „Zeit“ auch von einem geduldeten, aber „unverbrämten Antisemitismus“ in der Partei sprechen.

Selbstverständlich wurden die Aussagen, laut AfD, auch hier später nur falsch wiedergegeben.

 

Wenn man allerdings etwas genauer hinsieht, so erkennt man, dass die AfD immer klarer zu einer offen rassistischen, islamophoben, sozialchauvinistischen und homophoben Partei mutiert. Dass sie dabei mehr und mehr mit den Werten dieser Gesellschaft bricht, zeigt sich an den Aussagen von Frauke Petry, Beatrix von Storch oder auch Konrad Adam, welcher am Liebsten das allgemeine Wahlrecht abschaffen würde.

Nicht ohne Grund spricht Simgar Gabriel von einer „völkischen Partei“, welche sich der Sprache dem „Vokabular der 20-er und 30-er Jahre des letzten Jahrhundert“ bediene.

 

Lieber Stadtrat, Herr Oberbürgermeister:

wir fordern sie auf diese „Schande“ in ihrer Stadt nicht unwidersprochen Raum zu bieten. Eine Option hierfür wäre eine Beteiligung oder Teilnahme an der Kundgebung gegen die AfD am 25.2. auf dem Schillerplatz.

 

Setzen sie gemeinsam mit uns ein Zeichen gegen Rechts!

Für ein weltoffenes, solidarisches Backnang, Rems-Murr und Baden-Württemberg!

 

 

 

 

 

 

 

Pressemitteilung der Initiative Rems-Murr Nazifrei! Vom 13.10.2015

 

Eine weitere Reaktion auf den Brandanschlag von Unterweissach

 

Was tun gegen rechte Gewalt und rechte Stimmungsmache? Eine Antwort darauf hat die Initiative Rems Murr Nazifrei seit ihrer Gründung im Jahr 2011 gefordert: Nicht schweigen! Informieren! Das war nach dem Brandanschlag von Winterbach im Jahr 2011 genauso richtig und wichtig wie nun nach dem Brand in Weissach vom 25.08.2015.

Nachdem nun die Ursache geklärt ist halten wir eine klare Antwort auf dieses fatale Zeichen für wichtig. Direkt nach dem Anschlag fand ein Treffen statt in dem Menschen aus Backnang und von unserer Initiative konstruktiv die weitere Vorgehensweise besprachen. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rechts – Zusammen für Vielfalt“ wurde am 29.08.2015 als kurzfristig organisierte Aktion ein deutliches Zeichen gezeigt. Die Kundgebung fand in Backnang statt. Darauf wollen wir nun aufbauen und im gesamten Rems-Murr-Kreis weiter informieren. Angesichts der geschilderten Entwicklungen sind parteitaktische Schachzüge und unterschiedliche Ansätze zur Frage „Was tun gegen rechte Gewalt“ nach unserem Dafürhalten überflüssig. Wir wünschen uns weiter eine breite Resonanz, um zu zeigen, dass rechte Gewalt nicht ignoriert oder schöngeredet wird. Wir wollen auf die Straße gehen für einen Rems-Murr-Kreis in dem rechte Hetze und rechte Gewalt keinen Platz haben. Am Vorabend wird im Juze-Backnang unter dem Motto „Aus der Geschichte lernen“ ein Filmabend im Juze Backnang statt finden. Thema der Vorführung und anschließenden Diskussion ist das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen im Jahr 1992.

Tim Haller der Pressesprecher der Initiative sagt zu den geplanten Aktivitäten: „Wie begrüßen es sehr, dass sich sehr viele Einzelpersonen und Organisationen zusammen getan haben und nun gemeinsam aktiv werden. Unter dem Motto „Zusammen gegen Rechts – Gemeinsam für Vielfalt“ wollen wir nun die Aktivitäten ausbauen“

 

 

 

 

 

 

DAS Bize BEKENNT FARBE

 

 


Aufgrund der Ereignisse des vergangenen Monats, besonders in Anbetracht der
angezündeten vorgesehenen Flüchtlingsunterkunft in Unterweissach, hat sich der
Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ (SOR) dazu entschlossen,
zu einer gemeinsamen Aktion aufzurufen.
Am Donnerstag, den 1. Oktober 2015, sollen die Schülerinnen und Schüler eine
Menschenkette vom Bildungszentrum Weissacher Tal (BIZE) zur geplanten Flüchtlings-
unterkunft in der Welzheimer Straße bilden. Die Aktion startet um 9 Uhr am BIZE. Nach
Aufstellung der Menschenkette wird gegenüber der niedergebrannten Flüchtlings-
unterkunft eine kurze Kundgebung stattfinden, zu der auch der Weissacher Bürger-
meister Ian Schölzel erwartet wird.
Mit der Aktion möchten wir zeigen, dass das BIZE bereit ist, „Farbe zu bekennen“.
„Wir sind froh, dass unsere Schülerinnen und Schüler dieses Zeichen setzen wollen und
unterstützen als Schule diese Bereitschaft sehr gerne“, so Schulleiter Christoph Mohr
dazu.
Die Bevölkerung ist herzlich zur Teilnahme eingeladen.
Mit freundlichen Grüßen,
Für den SOR-Arbeitskreis                            Für die Schule
Marei Schüle und Nathaly Seibold                Christoph Mohr, Schulleiter

 

 

 

 

 

Pressemitteilung der Initiative Rems Murr Nazifrei

 

 

Gelungenes Zeichen gegen rechte Gewalt in Backnang.

Als Reaktion auf die niedergebrannte geplante Flüchtlingsunterkunft in Unterweissach gab es am Samstag 29.10.2015 eine Kundgebung am Obstmarkt in Backnang. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rechts – Zusammen für Vielfalt“ hatten engagierte Menschen aus Backnang, vom Juze Backnang und von unserer Initiative Rems-Murr Nazifrei! zu einer Kundgebung aufgerufen. Dem folgten etwa 350 Menschen. Tim Haller der Sprecher der Initiative meint dazu: „Wir sind überwältigt, dass so viele Leute gekommen sind. Das ist ein starkes Zeichen gegen rechts und für Vielfalt“.

Auch das Spektrum der Anwesenden war unterschiedlich und sehr breit was z.B. Altersklassen, Herkunft und viele weitere Dinge anbelangt. Sie alle einte der Wille gemeinsam gegen Rechts und für Vielfalt Flagge zu zeigen. So bunt wie die das Bild auf dem Obstmarkt so vielseitig war auch die Zusammenstellung der Redebeiträge. Dadurch wurde deutlich wie vielschichtig die Ursachen rechter Gewalt sind und wie eine notwendige Reaktion dagegen aussehen sollte. Auch die Situation der Flüchtlinge wurde umfassend beleuchtet. Von parteitaktischen Schachzüge oder Zuspitzungen wurden die Gekommen wie gewünscht verschont.

Kurz vor Ende flogen die verteilten bunten Luftballone gleichzeitig nach oben. So wurde die Vielfalt und der gemeinsame Wille zu Handeln abschließend symbolisiert.

Nachdem die Kundgebung beendet war ergab sich spontan noch ein zweites deutliches Zeichen zum Abschluss. Denn 200 Menschen zogen in einem Demonstrationszug durch die Innenstadt Richtung Bahnhof.

Tim Haller der Sprecher der Initiative zieht folgendes Fazit: „Das war ein erfolgreicher Tag, denn nicht nur die überwältigende Zahl war ein klares Zeichen für Vielfalt. Auch die gekommenen Menschen und die Informationen, Aktionen und Reden war facettenreich. Daran wollen wir anknüpfen und unser Engagement intensivieren. Wir bleiben dran, damit im Rems-Murr-Kreis rechte Gewalt keinen Platz hat. Die Hetze soll nicht gegen eine solidarische positive Stimmung ankommen. Weitere Aktionen der Art werden sicherlich folgen. Wir hoffen da weiterhin auf breite Unterstützung.“

 

 

 

DGB - Grußwort und Waffenexporte – Dieter Keller

http://nordwuerttemberg.dgb.de/ueber-uns/kreisverbaende/kv-rems-murr

The Voice - Flüchtlingssituation in der BRD – ??

http://www.thevoiceforum.org/

Fußballtrainer der des refugee-Team – Geschichten aus dem Leben der Flüchtlinge – Armin Holp

Juze BK - funktionierende Arbeit mit Flüchtlingen – Pascal Weber

http://www.juzebacknang.com/de/

Antifaschistisches Aktionsbündnis - Rechtsruck BRD – ??

https://aabstgt.wordpress.com/

Linke – Hintergründe zu den Identitären – Reinhard Neudorfer

http://linke-bw.de/kv-rems-murr/

Bündnis der NPD keine Basis bieten – Initiative gegen Nazizentrum in Meßstetten – ??
http://keinebasis.blogsport.de/

AJRM - neue Rechte – Thomas Hiller

http://ajrm.blogsport.eu/

 

 

 

 

Pressemitteilung der Initiative Rems Murr Nazifrei!

 

 

Für ein deutliches Zeichen gegen rechte Gewalt

 

Was tun gegen rechte Gewalt? Ist die Frage, die uns seit Gründung der Initiative Rems-Murr Nazifrei nach dem Brandanschlag von Winterbach im Jahr 2011 beschäftigt. Diese Frage bekommt nun durch verschiedene Anlässe wieder eine aktuelle Brisanz . Weil wir leider sehen müssen, dass wieder geplante und auch bewohnte Flüchtlingsheime Ziel von Brandanschlägen werden. Weil wir leider sehen müssen, dass rechte Hetze auf der Straße präsenter wird und das auch immer mehr in Gewalt umschlägt. Weil wir leider feststellen müssen, dass die Hetze im Internet immer heftiger wird. Für diese Entwicklungen in der Gesellschaft ist der Rems-Murr-Kreis leider keine Ausnahme. Im Juli wurden in Welzheim eine Moschee mit Hakenkreuzen beschmiert und drohende Parolen angebracht. In unterschiedlichen regionalen Facebookgruppen wird inzwischen ungeniert gehetzt. Nun sind wir alle sehr schockiert, weil ein Haus niedergebrannt ist in dem im Dezember Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Allein der Umstand, dass dieses Haus brannte ist schockierend in dem aktuellen Zusammenhang. Die Vermutung, dass auch hier braune Brandstifter hier Unwesen getrieben haben liegt sehr nahe. Es werden auch Erinnerungen wach an das Jahr 2005. Damals wohnten im Gegensatz zu heute bereits Flüchtlinge in dem Haus als Nazis versuchten dieses anzuzünden. Nun brannte es nieder und Flüchtlinge werden dort nicht einziehen können.

Die Mahnwache am Dienstag in Unterweissach war eine erste gute und schnelle Reaktion auf dieses schockierende und wachrüttelnde Ereignis.

Auch wenn die Brandursache noch nicht geklärt ist halten wir eine klare und schnelle Antwort auf dieses fatale Zeichen für wichtig. Am Mittwoch Abend fand ein Treffen statt in dem Menschen aus Backnang und von unserer Initiative konstruktiv die weitere Vorgehensweise besprachen. Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Rechts – Zusammen für Vielfalt“ wird ein weiteres deutliches Zeichen folgen. Am kommenden Samstag den 29.08.2015 um 11 Uhr in Backnang am Obstmarkt wird eine Kundgebung statt finden. Angesichts der geschilderten Entwicklungen sind parteitaktische Schachzüge und unterschiedliche Ansätze zur Frage „Was tun gegen rechte Gewalt“ nach unserem Dafürhalten überflüssig. Wir wünschen uns eine breite Resonanz und ein starkes Zeichen wie damals nach dem Brandanschlag von Winterbach. Da beteiligten sich viele Menschen an der Demonstration. Wir hoffen, dass dies nun auch möglich sein wird. Es soll ein deutliches Zeichen sein, dass rechte Gewalt nicht ignoriert oder schöngeredet wird. Wir wollen auf die Straße gehen für einen Rems-Murr-Kreis in dem rechte Hetze und rechte Gewalt keinen Platz haben.

Tim Haller der Pressesprecher der Initiative sagt dazu: „Wir begrüßen es sehr, dass sich so kurzfristig sehr viele Einzelpersonen und Organisationen zusammen getan haben und nun gemeinsam aktiv werden. Wir sind sehr optimistisch, dass am Samstag viele Menschen Flagge zeigen für das Motto „Zusammen gegen Rechts – Gemeinsam für Vielfalt“

 

 

 

 

 

Pressemitteilung der Initiative Rems Murr Nazifrei

 

Ein starkes Zeichen setzen: Laut gegen rechte Gewalt am 11.04.2015

 

Anlässlich des vierten Jahrestag vom Winterbacher Brandanschlag wird es auch dieses Jahr wieder verschiedene Aktionen geben, die an diese schreckliche Gewalttaten erinnern und ein lautes Zeichen gegen rechte Gewalt setzen werden. Die Initiative Rems Murr Nazifrei organisiert eine Demonstration und ein Konzert unter dem Motto „laut gegen rechte Gewalt“

 

Nach dem Brandanschlag auf die geplante Unterkunft für Geflüchtete in Tröglitz / Sachsen Anhalt gibt es momentan einen starken Aufschrei. Obwohl dort zum Glück nur Sachschaden entstand ist die politische und mediale Dimension dieses bedauerlichen Vorfalls, bei dem mit hoher Wahrscheinlichkeit auch rechte Gewalt die Ursache ist, höher und symbolischer als die nach dem Brandanschlag in Winterbach vor vier Jahren im April 2011. Dennoch fühlen wir uns in den Reaktionen und dem Umgang damit erinnert an die Tage nach dem Winterbacher Brandanschlag, der leider mehr als nur den Sachschaden einer verbrannten Hütte zur Folge hatte. Die rechte Gewalttat versetzte neun Menschen italienischer und türkischer Herkunft in Todesangst. Er ließ viele Menschen verunsichert zurück.

Dieser durch rechte Gewalt ausgelöste Verunsicherung wollen wir weiter entgegen wirken.

Die Gewalt soll ihr Ziel nicht erreichen! Am Samstag wollen wir daher an den Brandanschlag in Winterbach erinnern und ein starkes Zeichen setzen, dass rechte Gewalt weder in Winterbach noch in Tröglitz oder anderswo einfach so hingenommen oder ignoriert werden. Es ist wichtig zu verhindern, dass der Boden von Hetze weiter gedeihen kann und Früchte trägt. Die Demo und das anschließende Konzert in Schorndorf wird eine Möglichkeit sein aufzustehen gegen rechte Gewalt und selbst dagegen aktiv zu werden. Wir hoffen dass viele davon Gebrauch machen!

 

Die Demonstration wird am 11. April um 16 Uhr am Marktplatz beginnen. Die Initiative erwartet etwa 200 Personen. Die Demonstration wird lautstark durch die Schorndorfer Innenstadt ziehen Richtung Club Manufaktur. Dort findet das „Rock gegen Rechts“ bereits zum vierten Mal statt. Dieses Jahr wird ein besonders abwechslungsreiches und interessantes Programm geboten sein: Beginnend mit der lokalen Band Eternal Struggle über Klassiker zum von der Ton Steine Scherben–Coverband Einheizfront zu Atheist Rap, die auf ihrer Europa-Tournee einen Abstecher in Schorndorf machen. Damit schlägt eine bekannte Klassiker Punkrock Band auf, die schon als Vorband für die tote Hosen spielte. In ihrer Heimat sind sie ebenso bekannt. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Der Einlass startet um 19 Uhr. Karten sind nur an der Abendkasse erhältlich..

 

 

 

 

Pressemitteilung der Initiative Rems Murr Nazifrei

 

 

Aufgrund der bevorstehenden Veranstaltung am 22.11.2014 im Rems-Murr-Kreis haben wir einen offenen Brief an Bürgermeister Schaffer geschrieben, der auf unserer Homepage nachgelesen werden kann. Als Anhang haben wir diesen beigefügt.

 

Hierzu erklärt Tim Haller von der „Initiative Rems-Murr nazifrei“ :

Mit christlichem Deckmantel soll bei uns im Rems-Murr-Kreis ein Boden geschaffen werden für Diskriminierung und reaktionäre Denkweisen. Mit Gabriele Kuby hat sich leider ein bekanntes Bindeglied zwischen rechten christlichen Kreisen und politisch aktiver rechter Kreise bis in die extreme Rechte angekündigt. Öffentliche Infrastruktur dafür zur Verfügung zu stellen finden wir nicht angebracht. Wir hoffen auf ein Einsehen des Bürgermeisters und der Gemeinderäte.“

 

Nach der Antwort des Bürgermeisters werden wir über unsere Vorgehensweise und mögliche Gegenaktivitäten zu dem Aktionswochenende mit Gabriele Kuby in Plüderhausen informieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

Offener Brief an Bürgermeister Schaffer

 

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schaffer, sehr geehrte Gemeinderätinnen und Gemeinderäte,
am Samstag den 22. November soll um 19:00 Uhr in der Staufenhalle in Plüderhausen ein Vortrag
mit Gabriele Kuby stattfinden. Thema der Abendveranstaltung ist „GENDER Verborgene
Bedrohung von Familie und Gesellschaft?“. Veranstalter ist das „Christliche Zentrum Life“.
Gabriele Kuby wird als Soziologin, Autorin und Gender-Expertin dargestellt. Hinter der
Veranstaltung mit einer offenen Frage zum Thema Gender verbirgt sich ein Zusammentreffen von
christlichen Fundamentalisten. Hier sollen gesellschaftliche Werte und Normen aus der
Vergangenheit als einzig richtig dargestellt und ein rückschrittliches Frauen-, Familien- und
Sexualbild propagiert werden.
Gabriele Kuby ist in der christlich-fundamentalistischen Szene fest verankert und tritt immer wieder
deutschlandweit zu Vorträgen und Seminaren in diesen Kreisen auf. Ihr inhaltlicher Schwerpunkt
liegt dabei auf der Diskriminierung anderer Lebensformen, sie verwendet dabei oft
Ideologieelemente aus der extremen Rechten.
Kubys Veröffentlichungen und Statements propagieren ganz offen eine Ungleichwertigkeit von
Homosexuellen und Heterosexuellen. Sie wirft Homosexuellen sogar sexuelle Neigungen zu
Kindern und Tieren vor. Homosexualität sei für sie heilbar.
Diese homophoben Unwahrheiten werden unter anderem als eine Gefahr dargestellt, mit der
Begründung „die Deutschen“ seien ein „sterbendes Volk“. Damit geht sie auf die extrem rechte,
völkische Denkweise des sogenannten „Volkstodes“ ein.
Das deutsche Volk wird hierbei durch Migrantinnen und Migranten und nicht-heterosexuelle
Menschen gefährdet. Da Homosexuelle keine Kinder bekommen können und MigrantInnen viele
Kinder bekämen würden „die Deutschen“ aussterben. Dies sei ein angebliches Ziel der nicht
genauer definierten „Mächtigen“.
Ihre Veröffentlichungen hat sie unter anderem in der rechtskonservativen bis extrem rechten
Zeitung „Junge Freiheit“ und den christlich-fundamentalistischen Internetportalen „Idea“ und
kath.net veröffentlicht.
2014 trat sie mehrfach als Unterstützerin und Rednerin auf den homophoben, rückwärtsgewandten
Demonstrationen der selbsternannten „Bildungsplangegner“ in Stuttgart auf. Hier sollte ein
gesellschaftlicher Werte-Rollback vorangetrieben und die Landesregierung von rechts unter Druck
gesetzt werden.
Bei diesen Demonstrationen kamen christliche Fundamentalisten verschiedener Strömungen
gemeinsam mit extrem Konservativen und Rechten auf der Straße zusammen. Selbst die
faschistische NPD Baden-Württemberg hatte mehrfach zu diesen Demonstrationen aufgerufen.
Wir dürfen und können es nicht hinnehmen, dass hier in der Stauffenhalle in Plüderhausen eine
homophobe, ewig gestrige Propagandaveranstaltung stattfinden soll, bei der eine Referentin aus
dem christlich-fundamentalistischen Lager mit mangelnder Distanzierung zur (extrem) rechten
Szene sprechen soll.
Wir möchten Sie mit diesem offenen Brief über die Veranstaltung aufklären und Ihnen die Chance
geben diese Veranstaltung abzusagen. Sollten Sie dabei Hilfe oder weitere Informationen benötigen
stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Eine solche Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Stauffenhalle würde sicher nicht für positive
Schlagzeilen sorgen
Mit freundlichen Grüßen,

 

Initiative Rems-Murr Nazifrei!

 

 

 

 

Weiler schaut hin e.v. ist Geschichte

 

Schorndorf. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschloss der Verein „Weiler schaut hin! e.V.“ am Dienstag, 21.Oktober, einstimmig seine Auflösung. Hauptgrund: Der Nazitreff “Linde” existiert nicht mehr. Da es außerdem zwischen den Mitgliedern von „Weiler schaut hin! e.V.“ und der Initiative „Rems-Murr nazifrei!“ sowohl personelle als auch organisatorische Schnittmengen und somit überflüssige Parallelstrukturen gibt, haben die Mitglieder von „Weiler schaut hin!“ beschlossen, sich bei „Rems-Murr nazifrei!“ zu engagieren.

Haben sich die Nazis eine andere „Hochburg“ gesucht? In Korb? In Göppingen?
Hierzu erklärt Tim Haller von der Initiative “Rems-Murr nazifrei!”:

Wir werden sie überall aufstöbern… ob in Weiler, in Korb, in Göppingen oder wo auch immer auf der Welt. Wir werden sie nirgendwo in Ruhe lassen.

 

 

 

Pressemitteilung der Initiative Rems Murr Nazifrei

 

Kunst gegen Rechts

 

Das Remstal, das Murrtal und auch das Filstal sind Gegenden in denen Nazis aktiv sind. Die Initiative Rems-Murr nazifrei sensibilisiert mit ihren Aktionen und macht auf diese Umtriebe aufmerksam. Die Initiative Rems Murr Nazifrei ist schon seit einigen Jahren aktiv. Demonstrationen, Kundgebungen, Infoveranstaltungen, Rock gegen Rechts wurden erfolgreich durchgeführt. Nach dem Winterbacher Brandanschlag ist bereits eine Wanderausstellung entstanden, die im Winterbacher Rathaus und in der Turnhalle der Lehenbachschule im Jahr 2013 mit freundlicher Unterstützung der Gemeinde Winterbach gezeigt wurde.
 

Das künstlerische Engagement wird nun erweitert in dem neu geschaffenen Bereich Kunst gegen Rechts. Mit Unterstützung von einigen Künstlerinnen und Künstlern wurde als Start dazu eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen. Dabei besteht sowohl die Möglichkeit zum Anschauen von Kunst als auch selbst künstlerisch tätig zu werden.

 

Folgende Veranstaltung werden wir durchführen:

 

Am 17.10.2014 gibt es den zweiten Aktionstag „Kunst gegen Rechts“

Wie die Konzerte „Rock gegen Rechts“ und unsere monatlich statt findenden Treffen findet dieser in der Manufaktur statt.

Der aktive Teil startet ab 15.30 Uhr. Es gibt Workshops zum Thema , u.a. Buttons herstellen, T-Shirts drucken, Streetart u.a. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich – einfach kommen und mitmachen.

Ab 20 Uhr beginnt der nächste Teil. Zuerst wird die Collage vom 27.09.2014 sowie die Kunstwerke aus den Work-Shops vorgestellt. Anschließend wird dann Gez Zirkelbach in die Ausstellung einführen.

 

Kurze Zusammenfassung der Termine:

14.10.2014 um 19 Uhr nächstes Treffen der Initiative Rems Murr Nazifrei in der Manufaktur

17.10.2014 um 15:30 Uhr Workshop , Manufaktur

17.10.2014 um 20:00 Uhr Ausstellungseröffnung, Kunst gegen Rechts,

17.10.2014 bis 14.11.2014 Ausstellung „Kunst gegen Rechts“ während der Öffnungszeiten in der Manufaktur Hammerschlag 8 in 73613 Schorndorf, www.club-manufaktur.de

 

Mit dem Bereich „Kunst gegen Rechts“ soll die Vielfältigkeit antifaschistischen Engagements deutlich werden. Das lebt natürlich von reger Beteiligung. Die Initiative Rems-Murr-Nazifrei lädt daher alle ein die Ausstellungseröffnung oder während der Öffnungszeiten zu besuchen und/oder sich an den Aktionen selbst zu beteiligen. Darüber hinaus gibt es vielfältige Möglichkeiten aktiv zu werden. Alle daran Interessierten sind zu unseren regelmäßig statt findenden Treffen in der Manufaktur eingeladen. Infos dazu gibt es auf der Homepage und über unser Twitter-Account.

 

www.twitter.com/rmnazifrei          

 

 

 

 

Gemeinsam gegen rückwärtsgewandte Politik

 

Am 4. und 5. Oktober findet der Landesparteitag der baden-württembergischen „AfD“ in der Kirchheimer Stadthalle statt. Die Partei kündigt die Veranstaltung schon seit einiger Zeit öffentlich im Internet und im Kreise ihrer Mitglieder an.

Anfangs gab sich die AfD noch den Anstrich einer reinen Anti-Euro-Partei. Inzwischen zeigt sich jedoch ihr wahres Gesicht. Sie legt immer größere Schnittmengen mit Parteien an den Tag, welche am rechten Rand des politischen Spektrums agieren.

Kirchheim ist eine weltoffene Stadt, hier leben und arbeiten Menschen aus vielen verschiedenen Ländern, hier sind Kulturvereine verschiedener Nationalitäten beheimatet.

Die sich selbst als „liberal“ bezeichnende Partei „Alternative für Deutschland“ steht jedoch für das genaue Gegenteil von solidarischer Vielfalt.  Sie versucht mit stark an die neofaschistische NPD erinnernden Parolen, wie: „Einwanderung ja, aber nicht in unsere Sozialsysteme!“ oder „Mut zur Wahrheit. Wir sind nicht das Sozialamt der Welt!“ Stimmung gegen Minderheiten zu betreiben und rechte Ressentiments wieder salonfähig zu machen.

Hört man sich an was Bernd Lucke, der Parteigründer und einer von drei Parteisprechern, zu sagen hat, wird die Nähe zum rechten Rand mehr als deutlich. So bedient er sich einer durchweg rechten Rhetorik, wenn es um Minderheiten, wie etwa Sinti und Roma geht. Ganz offen verkündet er: „Das Problem sind eher Randgruppen wie Sinti und Roma, die leider in großer Zahl kommen und nicht gut integrationsfähig sind.“

Phrasen wie diese vermitteln ein völlig falsches Bild der in unserer Gesellschaft lebenden Migranten und tragen dazu bei, diese Hetze in der Mitte der Gesellschaft zu platzieren.

Doch nicht nur beim Thema Flüchtlingspolitik versucht die AfD Ressentiments zu schüren, auch bei der Hetze gegen alternative Lebensformen spielt die AfD eine tragende Rolle. So treten sie als Mitorganisatoren, zusammen mit christlichen Fundamentalisten und zum Teil extrem rechten Kräften bei den, in Stuttgart regelmäßig stattfindenden Demos gegen den baden-württembergischen Bildungsplan 2015 auf, um ihr reaktionäres Gedankengut zu verbreiten. Der aufgrund der rechten Proteste inzwischen aufgeschobene Bildungsplan sah vor, sexuelle Vielfalt auch im Schulunterricht zu thematisieren.

Zudem forderten einflussreiche Mitglieder der AfD, dass Menschen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind, das Wahlrecht entzogen werden soll. Mit Aussagen wie: „Dann bilden sie eine Art sozialen Bodensatz - einen Bodensatz, der lebenslang in unseren Sozialsystemen verharrt.“, formen sie das Bild von einer Gesellschaft, in der Menschen erst durch ihren marktwirtschaftlichen Nutzen auch soziale Anerkennung verdienen. Sogar vor kruden Forderungen wie der, dass „Hartz4-Empfänger“ zur Existenzsicherung doch ihre Organe verkaufen könnten, schrecken einzelne Funktionäre nicht zurück.

Wir fordern alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich der AfD entgegenzustellen und klar zu machen, dass weder in Kirchheim noch sonst irgendwo Platz für das rechtspopulistische Gedankengut der AfD ist!

Wir appellieren an die demokratische Öffentlichkeit, am Samstag den 04.10. ab 10 Uhr zum Postplatz zu kommen und zusammen mit uns und zahlreichen Redebeiträgen, Infoständen und internationaler Musik den Protest auf die Straße zu tragen.

 

 

Aktuelle Informationen gibt es unter oab-kirchheim.jimdo.com

 

 

 

 

Offener Brief an Landrat Fuchs

 

Sehr geehrter Herr Landrat Fuchs,

 

am Dienstag, den 4. Juni 2013, erfuhren wir mit Empörung von dem von Herrn Deiß am 24. Mai
ausgestellten Hausverbot für die Aktivisten der „Refugees Liberation Bus Tour“.

 

Abgesehen von der Tatsache, dass der Rems-Murr-Kreis der einzige Kreis in Baden-Württemberg
war, welcher ein Verbot aussprach, bleibt für uns vollkommen unklar, weshalb Ihre Behörde
versucht die politische Information und die Bewegung für eine menschenwürdige Unterbringung
von Flüchtlingen zu behindern.

 

Dass eine öffentliche Thematisierung und breite gesellschaftliche Diskussion über die Situation
der Flüchtlinge dringend notwendig ist, stellte erst die Tour heraus. Beispielsweise konnte von
Bewohnern der Heime in Backnang und Winnenden verschimmelte Fenster sowie ein
verschimmeltes Bad vorgezeigt werden. Zudem waren in ca. 15 qm großen Zimmern bis zu sechs
Personen untergebracht. Welche gesundheitlichen Folgen diese Zustände für die Bewohner der
Häuser haben können, muss wohl kaum erörtert werden.

 

Ohne derartige Touren und selbstständig agierender Flüchtlinge würden solche Zustände nie
einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden können.
Nur hierdurch kann allerdings
Nicht-Flüchtlingen die Situation der Menschen in Lagern verständlich werden.

Dass rassistische Ressentiments zurückgedrängt werden müssen, zeigt die Waiblinger
Unterschriftenliste gegen ein Flüchtlingsheim.

 

Das Recht auf gemeinschaftliche politische Meinungsbildung darf Flüchtlingen nicht
abgesprochen werden. Dass Herr Deiß tatsächlich versucht zwischenmenschliche Kommunikation
mittels eines Hausverbots zu erschweren, kann nur als Skandal gewertet werden.

 

Des Weiteren können wir nur mit Empörung darauf reagieren, dass einer der eingesetzten
Polizeibeamten in Schorndorf versuchte, die Arbeit eines Journalisten einzuschränken. Dieser gar
beleidigte und bedrohte Journalist hat zwischenzeitlich eine Dienstaufsichtsbeschwerde
eingereicht. Zudem stellt sich die Frage auf welcher Rechtsgrundlage die Polizei die Anwesenden
fotografierte und versuchte ihre Personalien festzustellen. Was geschieht mit diesem Fotomaterial?

 

Bewegungs- sowie Demonstrationsfreiheit sind Rechte deren Ausübung nicht behindert werden
darf. Flüchtlingen muss das Recht zugestanden werden, unabhängig über ihre Lage zu
informieren und zu diskutieren. Wir fordern Sie dazu auf, der Sache nachzugehen und sich für eine
humane Unterbringung von Flüchtlingen einzusetzen.

 

Wir brauchen offene Grenzen und Türen für Verfolgte. Flüchtlingen, Migranten und Migrantinnen
muss ein Leben in Würde ermöglicht werden. Eine öffentliche, gesellschaftliche Diskussion darf
nicht unterbunden werden.

 

Mit freundlichen Grüßen

Walter Burkhardt

Initiative Rems-Murr nazifrei!

 

 

Nazis in Korb

 

 

26.05.2011

OFFENER BRIEF DER INITIATIVE „REMS-MURR NAZIFREI!“
AN DEN KORBER BÜRGERMEISTER JOCHEN MÜLLER.

 

Bürgermeisteramt Korb
Bürgermeister Jochen Müller
71404 Korb

Sehr geehrter Herr Müller,

 

im vergangenen Jahr fanden in Korb mehrere Veranstaltungen der neofaschistischen NPD und ihrer Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten" statt.
Austragungsort der zwei Landesparteitage der Mutterpartei und einer bundesweiten Konferenz der JN, war die Gaststätte "Schwäbischer Hof".

 

Dass diese Information erst so spät an die Öffentlichkeit dringen konnte, liegt an Ihrer Vertuschungspolitik. Um Proteste gegen die faschistischen Versammlungen zu verhindern, verschwiegen Sie dem Gemeinderat und der Presse die rechten Veranstaltungen.

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26.05.2011

OFFENER BRIEF DER INITIATIVE „REMS-MURR NAZIFREI!“
AN DIE BETREIBERIN DER GASTSTÄTTE „SCHWÄBISCHER HOF“ IN KORB.

 

 

Frau
Ingrid Heinrich
Gaststätte Schwäbischer Hof
Dieselstr. 2
71404 Korb

 

 

Sehr geehrte Frau Heinrich,

 

in Ihrer Gaststätte fanden in den letzten Jahren mehrere Saalveranstaltungen der neofaschistischen Partei NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschland) und ihrer Jugendorganisation JN (Junge Nationaldemokraten) statt.

Bei den Veranstaltungen handelte es sich um zwei Landesparteitage der Mutterpartei und einem bundesweiten Kongress der Jugendorganisation. Im Rahmen dieser Treffen wurde über die landes- und bundesweite Koordination und Organisation einer von Grund auf menschenverachtenden Politik diskutiert - über Politik, die sich nicht nur in rassistischen Hetztiraden in Parlamenten und in Stammtischen äußert, sondern sich auch ganz direkt in brutalen Gewaltakten auf der Straße entlädt.

 

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Presseerklärung

 

 

 

Verharmlosung rechter Aktivitäten im Rems-Murr-Kreis

 

Im vergangenen Jahr fanden in Korb im Rems-Murr-Kreis mehrere Veranstaltungen der neofaschistischen NPD und ihrer Jugendorganisation "Junge Nationaldemokraten" statt. Austragungsort der zwei Landesparteitage der Mutterpartei und einer bundesweiten Konferenz der JN, war die Gaststätte "Schwäbischer Hof".

Dass diese Information erst so spät an die Öffentlichkeit dringt, liegt an der Vertuschungspolitik von verantwortlichem Landrat, dem Bürgermeister und der Polizei. Um Proteste gegen die faschistischen Versammlungen zu verhindern, verschwieg der Bürgermeister der Stadt Korb, Jochen Müller dem Gemeinderat und der Presse die rechten Treffs.

 

Der Pressesprecher der Initiative "Rems-Murr NAZIFREI!", die aus der ehemaligen Initiative "Kein Nazizentrum in Weiler, noch anderswo!" hervorgegangen ist, äußert dazu: "Dieses Verhalten der verantwortlichen Behörden ist ein politischer Skandal. Es ist nicht erst seit dem Auftauchen der NPD-Immobilie 'Linde' in Schorndorf-Weiler und dem mehrfachen rassistischem Mordversuch in Winterbach bekannt, dass faschistisches Gedankengut und die dazugehörigen Organisationen im Rems-Murr-Kreis eine besondere Gefahr darstellen. Der notwendige Protest gegen diese Entwicklungen wird von offizieller Seite offenbar als Bedrohung empfunden, während das menschenverachtende Treiben selber geduldet wird."

Auch beim Vorfall in Winterbach war der Polizei bereits im Vorhinein das Stattfinden einer faschistischen Feier bekannt. Dass derartige Veranstaltungen ein enormes Gewaltpotenzial in sich bergen, hat sich nun ein weiteres Mal bestätigt.

Die Initiative erklärt dazu weiter "Das Verhalten der Polizei vor dem rechten Gewaltausbruch in Winterbach und die Vertuschungsstrategie der Verantwortlichen in Korb sind Teil einer weitreichenden Verharmlosung rechter Aktivitäten im Rems-Murr-Kreis. Wenn wir nicht wollen, dass die Neofaschisten hier auch weiterhin erstarken, müssen wir uns aktiv für eine grundlegende Wende in dieser Herangehensweise einsetzen. Es gilt, neofaschistisches Treiben zu veröffentlichen, darüber aufzuklären und Proteste dagegen zu unterstützen."

 

Trotz jahrelanger Aufklärungsarbeit des Vereins "Weiler schaut hin! e.V." und regelmäßigen rechten Gewalttaten in der Region, äußerte der Waiblinger Landrat Johannes Fuchs öffentlich, dass es keine rechten Strukturen im Rems-Murr-Kreis gebe.

Die Initiative begrüßt und unterstützt daher die Forderungen nach dem Rücktritt des politischen Verantwortlichen Landrats, des Korber Bürgermeisters und des Waiblinger Polizeichefs Ralf Michelfelder, der die Vertuschung in Korb gemeinsam mit dem Bürgermeister abgesprochen hat.

Der Versuch des GdP Sprechers Biehler, dieses Bestreben mit der Forderung nach einer Polizei im Stil der nationalsozialistischen SA gleichzusetzen, ist ein erneuter skandalöser Versuch, antifaschistische Arbeit zu diskreditieren und das eigentliche Problem der rechten Hetzer zu relativieren.

 

06.05.2011

 

Initiative „Rems-Murr NAZIFREI!“

 

Presseerklärung

 

 

 

Wir rufen zur Demo gegen Nazi-Gewalt auf!
Wir treffen uns am Sonntag, 17.04.2011, 15 Uhr, am Bahnhof in Winterbach. Endkundgebung wird voraussichtlich in Weiler vor der Gaststätte Linde sein.
Lasst uns gemeinsam ein deutliches Zeichen gegen diese Verbrecher setzen!


Vorgeschichte:
...
Eine Gruppe von Nazis hat in Baden-Württemberg Jagd auf neun Ausländer gemacht. Die flüchteten in ein Gartenhaus, das die Rechtsextremen anzündeten.
In Winterbach (Rems-Murr-Kreis) ist in der Nacht zum Sonntag genau das geschehen.


 
 
Eine Gruppe aus der rechten Szene hat nach einer Party mit dem Auto bewusst versucht, einen Mann aus einer Gruppe von drei Italienern und sechs Türken umzufahren.
Als die Nazis kurz darauf handgreiflich wurden, flüchteten fünf der Ausländer in eine Gartenhütte, in der sie vorher ebenfalls gefeiert hatten. Die Rechtsextremisten zündeten sie daraufhin an. Alle neun Ausländer wurden verletzt. Einer liegt immer noch im Krankenhaus.

Die Polizei nahm zunächst 12 Verdächtige aus dem rechtsextremen Milieu vorläufig fest – über zwanzig weitere Partygäste mit rechtem Hintergrund werden verdächtigt, an der Tat beteiligt zu sein. Ermittelt wird unter anderem wegen versuchten Totschlags und schwerer Brandstiftung. Allerdings sind die Festgenommenen schon wieder auf freiem Fuß.